Charlotta Burěsová

Malerin, Porträtistin

 

*04.11.1904 in Prag, Tschechische Republik 

°23.05.1983 in Prag, Tschechische Republik 

Geboren wurde Charlotte Burěsová in Prag. Trotz ärmlicher Verhältnisse ermöglichten die Eltern der künstlerisch begabten Tochter einen privaten Zeichenunterricht. Später besuchte sie die Kunstge-werbeschule in Prag und studierte anschließend an der Prager Akademie der schönen Künste, wo sie 1925 ihr Diplom erhielt. Nach ihrer Deportation nach Theresienstadt kam sie dank ihres Talents in eine spezielle Malerwerkstatt, um zusammen mit anderen Malern Kopien von Bildern großer Meister wie beispielsweise Rembrandt und Rubens für das höhere Lagerpersonal anzufertigen. Nachts malte sie jedoch heimlich Szenen aus dem Lagerleben, z. B. Porträts von Leidensgenossen wie etwa Leo Baeck. Ihr Überleben verdankte sie einem SS-Offizier, der von ihrer Kunst tief beeindruckt war: Er befahl ihr, ein Marienbild zu malen, mit der Auflage, es nie zu vollenden - denn solange sie an diesem Bild arbeiten würde, wäre sie vor dem Transport nach Auschwitz geschützt.

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Literatur:

Ilka Wonschik: Es war wohl ein anderer Stern, auf dem wir lebten … – Künstlerinnen in Theresienstadt, 2. Aufl., Berlin 2014.

Hedwig Brenner: Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst – Ein biographisches Verzeichnis, Band I, Konstanz 1998.

Ausstellungskataloge:

Gedenkstätte Theresienstadt (Hrsg.): Kultur gegen den Tod. Dauerausstellungskatalog, Prag 2002.

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