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Gedächtnisbilder e.V.

Gesellschaft zur Erinnerungskultur in der Kunst von Frauen

Helga Weissová

Malerin

* 10.11.1929 in Prag, Tschechische Republik

Auch Helga Weissová wurde als Kind nach Theresienstadt deportiert. Motiviert durch ihren Vater, der sie aufforderte, das alltägliche Leben im Ghetto zu dokumentieren, entstand eine Vielzahl von aquarellierten Zeichnungen. Nachdem sie drei Jahre in Theresienstadt verbringen musste, wurde sie nach Auschwitz, Freiberg und Mauthausen deportiert. Die dort entstandenen monochromen Federzeichnungen zeigen sehr eindringlich das alltägliche Leiden in den Konzentrationslagern.

Im Mai 1945 von den Amerikaner befreit, kehrte sie nach dem Krieg mit ihrer Mutter nach Prag zurück.

Sie studierte an der Kunsthochschule und lebt heute als international anerkannte Künstlerin in Prag.

Wie Chava Pressburger verarbeitet auch Helga Weissová die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges. Diese Thematik hat beide Künstlerinnen ihr Leben lang stark beeinflusst.

Die Künstlerin lebt seit 1945 in Prag.

Literatur:
Ilka Wonschik: Es war wohl ein anderer Stern, auf dem wir lebten ... – Künstlerinnen in Theresienstadt, Berlin 2014.
 
Helga Weiss: Und doch ein ganzes Leben. Ein Mädchen, das Auschwitz überlebte, Köln 2013.
Hannelore Brenner-Wonschick: Die Mädchen von Zimmer 28 – Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt, München 2004.
Helga Weissová-Hošková: Das künstlerische Schaffen, Göttingen 2002.
 
Otto Weiss: Und Gott sah, daß es schlecht war – Erzählungen aus Theresienstadt, Göttingen 2002.
 
Helga Weissová: Zeichne was du siehst – Zeichnungen eines Kindes aus Theresienstadt, Frankfurt am Main/Leipzig 2001.
Hedwig Brenner: Jüdische Frauen in der bildenden Kunst – Ein biographisches Verzeichnis, Band I, Konstanz 1998.
 
Laurel Holliday: Children in the Holocaust and World War II – their secret diaries, New York 1995.