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Malvina Schalek

Malvina Schalek kam als jüngstes von vier Kindern 1882 in Leitmeritz in einem liberal-bürgerlichen Elternhaus zur Welt. Ihre erste künstlerische Ausbildung erhielt sie in Prag und Vrchlabi. Später wech-selte Malvina Schalek an die Frauenakademie in München. Im Anschluss daran zog sie nach Wien zu ihrem Onkel Joseph von Simon. Hier begann ihre bedeutende Periode als Porträtistin und Malerin. Ein zeitgenössischer Kunstkritiker lobte Malvina Schalek Anfang des 20. Jahrhunderts als eine der bedeu-tendsten Künstlerinnen Wiens. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch einen ganz eigenen Stil aus, der sich in keiner der zeitgenössischen Malschulen wiederfindet. Kennzeichnend für diesen Stil ist eine ruhige, in sich gekehrte Atmosphäre.

1942 wurde sie von dort in nach Theresienstadt deportiert und malte heimlich Alltagsszenen. Nachdem sie sich weigerte, 1944 einen NS-Kollaborateur zu porträtieren, wurde sie in das Konzentrationslager Auschwitz überstellt und dort ermordet.  

Literatur:
Ilka Wonschik: Es war wohl ein anderer Stern, auf dem wir lebten ... – Künstlerinnen in Theresienstadt, Berlin 2014.
Catherine Stodolsky: Die gebürtige Pragerin Malvina Schalke, in: Theresienstädter Studien und Dokumente 10/2003.
Hedwig Brenner: Jüdische Frauen in der bildenden Kunst – Ein biographisches Verzeichnis, Band I, Konstanz 1998.
 
Lisa Fittko: Solidarity Treason – Resistance and Exil, 1933 – 1940, Illinois 1995.
 
 
Ausstellungskataloge:
 
Gedenkstätte Theresienstadt (Hrsg.): Kultur gegen den Tod, Dauerausstellung, Prag 2002.
 
 
Weblinks:
http://memoriart33-45.org/Malva%20Schalek.pdf

Malerin, Porträtistin

 

* 18.02.1882 in Prag, Tschechische Republik

° gest. im Mai 1944 in Auschwitz, Polen

Gedächtnisbilder e.V.

Gesellschaft zur Erinnerungskultur in der Kunst von Frauen