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Gedächtnisbilder e.V.

Gesellschaft zur Erinnerungskultur in der Kunst von Frauen

 Archiv 

Cornelia Renz, Zampano, 2009, Pigmentmarker auf zwei Schichten Acrylglas, 270 x 200 x 8 cm

Künstlergespräch im Rahmen des Projekts Artistic Flashback

Museum Montanelli (MuMo)

Nerudova 13

118 00 Prag 1

24.10.2019  –  11:00

Künstlergespräch im Rahmen des Projekts Artistic Flashback

 

Anlässlich der Ausstellung Legenda in Memoriam sprechen die Künstlerinnen Belle Shafir (Israel) und Cornelia Renz (Deutschland) über ihre Kunst und die damit verknüpften Erinnerungen. Hierbei tauchen sie tief in ihre jeweilige Geschichte ein und diskutieren über Vergangenes und Gegenwärtiges sowie über ihr Leben in zwei Kulturen.

Chava Pressburger, Beit Levitus,
handgeschöpftes Papier, 62 x 47 cm

Ausstellung:
Chava Pressburger – Impressionen in Papier

 

Villa Ichon

Goetheplatz 4
28203 Bremen

19.07.2019 - 24.08.2019

Das Œuvre der Künstlerin Chava Pressburger ist stark mit ihrer von Gewalt und Krieg geprägten Lebensgeschichte verbunden, so etwa auch mit dem Verlust ihres in Auschwitz ermordeten Bruders Petr Ginz. Als Überlebende der Shoah emigrierte sie 1948 von Prag nach Israel, wo sie sich als eine international anerkannte Künstlerin etablierte.

 

Eine zentrale Rolle im Werk der Künstlerin spielen die in der Villa Ichon gezeigten handgeschöpften Papierarbeiten. Der künstlerische Prozess dieser Arbeiten beginnt mit dem Sammeln geeigneter Pflanzen, die später gereinigt, gekocht und in einzelne Fasern zerrieben werden. Den daraus entstandenen Papierbrei formt Pressburger zu einem Bildträger ihrer Gedanken.

Während dieses Arbeitsablaufs findet die Künstlerin eine Möglichkeit, sich mit ihren schmerzhaften Erinnerungen an den Holocaust auseinanderzusetzen. Zudem versucht Chava Pressburger Empfindungen künstlerisch umzusetzen, die nicht mit Worten zu beschreiben sind, wie beispielsweise das menschliche Leid und der Hass, mit denen wir in Zeiten des Terrors heute erneut konfrontiert werden.

Finissage:
Abschlussveranstaltung zur Ausstellung "Chava Pressburger –Impressionen in Papier" im Rahmen
der Preisverleihung des 5. Bonner Literaturpreises 2018

Kurfürstliches Gärtnerhaus

Beethovenplatz 1
53115 Bonn

04.11.2018 – 11:00 Uhr

Chava Pressburger, Im Garten der Erinnerung,
handgeschöpftes Papier, 62 x 47 cm

Vortragsreihe:
Im Garten der Erinnerung – Reflexionen zum Holocaust in Kunst und Medien

 

Haus der FrauenGeschichte e. V.

Wolfstr. 4
53111 Bonn

05.10.2018 - 19.10.2018

05.10.2018 18:00 Uhr

Chava Pressburger – Ein von Krieg und Gewalt geprägtes Künstlerinnenleben

Referentin: Dr. Ilka Wonschik

12.10.2018 18:00 Uhr

"Frauenbilder? Männerbilder?" Geschlechterrepräsentationen in den Kunstwerken von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager

Referent: Dr. Jörn Wendland

 

19.10.2018 18:00 Uhr

"Die ewige Last der Vergangenheit". Zur Verschränkung von Gender, Identität- und Erinnerungsdiskurs in DIE BLUME VON GESTERN

Referentin: Dr. Véronique Sina

Belle Shafir

Ohne Titel

Filmcover

Vortrag:
"Die ewige Last der Vergangenheit". Zur Verschränkung von Gender, Identität- und Erinnerungsdiskurs in DIE BLUME VON GESTERN

 

Haus der FrauenGeschichte e. V.

Wolfstr. 4
53111 Bonn

19.10.2018  18:00 Uhr

Die identitätsstiftende Funktion traumatischer Erlebnisse bzw. ihre transgenerationale Weitergabe steht im Zentrum der europäischen Kinofilmproduktion DIE BLUMEN VON GESTERN (A/D/F 2016), einer Tragikomödie vor dem Hintergrund der Shoah, welche die romantische heterosexuelle (Liebes-)Geschichte des deutschen Holocaustforschers Totila ‚Toto’ Blumen (Lars Eidinger) sowie der jüdisch-französischen Historikerin Zazie Lindau (Adèle Haenel) inszeniert. Als Enkel eines Nazi-Verbrechers und von der generationsübegreifenden Schuldfrage gequält, leidet Toto an Depressionen und Impotenz. Aber auch Zazie, deren Großmutter während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis in einem Gaswagen getötet wurde, muss sich als Teil der dritten Generation mit ihrer familiären Vorbelastung auseinandersetzen. Als probates Mittel der Traumabewältigung dient die (hetero-)sexuelle Beziehung, die beide Protagonist_innen im Verlauf des Films miteinander eingehen und aus der eine gemeinsame Tochter hervorgeht.

Vor der Folie des Holocaust kommen in DIE BLUMEN VON GESTERN also ein ‚Täter-Enkel’ und eine ‚Opfer-Enkelin’ zusammen, um gemeinsam „die ewige Last der Vergangenheit“ (Staben 2017) zu bewältigen und die Versöhnung zweier vermeintlich unversöhnlicher Positionen zu ermöglichen. Im Rahmen des geplanten Vortrags soll verdeutlicht werden, wie der Film nicht nur das von Marianne Hirsch etablierte Konzept der postmemory aufgreift und auf die dritte Generation überträgt. Indem die archetypischen Figuren des ‚deutschen Täters’ und des ‚jüdischen Opfers’ mit der binären heteronormativen Geschlechterdifferenz verwoben werden, präsentiert der Film seinen Zuschauer_innen eine „Psychosexualisierung der Shoah“ (Busche 2017), welche Nationalität(en), Trauma, historische Schuld und Erinnerung untrennbar mit Geschlechtlichkeit, (Hetero-)Sexualität und (biologischer) Reproduktion in Verbindung bringt. Im Rahmen des Vortrags soll dieser wechselseitigen Verschränkung nachgegangen und ihre Funktion unter der besonderen Berücksichtigung der Wichtigkeit des Holocaust für die diskursive Konstruktion und Verhandlung kultureller (jüdischer) Identitäten aufgezeigt werden.

Referentin:

Dr. Véronique Sina ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln. An der Ruhr‐Universität Bochum hat sie am Institut für Medienwissenschaft mit einer Arbeit zu Comic – Film – Gender. Zur (Re‐)Medialisierung von Geschlecht im Comicfilm (transcript 2016) promoviert. Derzeit verfolgt sie ein Habilitationsprojekt zur diskursiven Konstruktion kultureller jüdischer Identität(en) in (audio‐) visuellen Medien. Als Postdoc ist sie am DFG‐Graduiertenkolleg „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ assoziiert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen: Gender und Queer Studies, Visual Studies, Medienästhetik, Holocaust Studies, Jewish Cultural Studies, Comic‐ und Intermedialitätsforschung. Sie ist Mitbegründerin und Sprecherin der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) sowie zweite Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor). Gemeinsam mit Nina Heindl ist sie Herausgeberin der CLOSURE‐ Spezialausgabe #4.5 Formen der Selbstreflexivität im Medium Comic (Mai 2018) und des Sammelbandes Notwendige Unzulänglichkeit. Künstlerische und mediale Repräsentationen des Holocaust (LIT 2017).

Vortrag:
"Frauenbilder? Männerbilder?" Geschlechterrepräsentationen in den Kunstwerken von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager

 

Haus der FrauenGeschichte e. V.

Wolfstr. 4
53111 Bonn

12.10.2018  18:00 Uhr

Geschlechterkonstruktionen haben in den Wahrnehmungen über die nationalsozialistischen Konzentrationslager schon immer eine Rolle gespielt: So sind etwa die sadistische KZ-Aufseherin, der gebrochene männliche Gefangene oder die leidende Häftlingsfrau bekannte Stereotypen in der (medialen) Berichterstattung über das NS-Lagersystem. 
Doch wie stellen sich die Häftlinge in ihren eigenen Erinnerungen dar? Dominieren traditionelle Rollenbilder? Werden neue Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit entworfen? Wie wirkt sich die Lagerhaft auf das männliche bzw. weibliche Selbstverständnis aus?
Dr. Jörn Wendland, Kunsthistoriker aus Köln, möchte diese und weitere Fragen anhand von Kunstwerken beantworten, die von den Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager hergestellt wurden. 

Referent:

Dr. Jörn Wendland, Kunsthistoriker

Vortrag:
Chava Pressburger – Ein von Krieg und Gewalt geprägtes Künstlerinnenleben

 

Haus der FrauenGeschichte e. V.

Wolfstr. 4
53111 Bonn

05.10.2018  18:00 Uhr

Das Gesamtwerk der Künstlerin Chava Pressburger ist stark mit ihrer von Gewalt und Krieg geprägten Lebensgeschichte verbunden. So verlor sie etwa ihren Bruder Petr Ginz in Auschwitz.

Geboren 1930 in Prag, wuchs sie in einem Elternhaus auf, das von jüdischen wie auch christlichen Traditionen geprägt war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie im Mai 1944 nach Theresienstadt deportiert, wo sie 1945 die Befreiung erlebte. Im Jahre 1948 – infolge der kommunistischen Machtergreifung in Tschechien – emigrierte Pressburger nach Israel, wo sie sich als anerkannte Künstlerin etablierte.

In ihrem Vortrag zeigt die Referentin, dass sich die Künstlerin zeitlebens mit Hilfe der Kunst mit den Erlebnissen während des Holocausts auseinandersetzte. Chava Pressburger versucht mit ihrer Kunst das Unsagbare auszudrücken. Themen, die sie besonders beschäftigten, sind das menschliche Leid und der Hass, die uns in Zeiten des Terrors auch heute noch beschäftigen.

Referentin:

Dr. Ilka Wonschik, Kunsthistorikerin, Gründerin des Vereins Gedächtnisbilder e.V. 

Chava Pressburger, Mein Bruder und ich,
handgeschöpftes Papier, 63 x 47 cm

Chava Pressburger, Narben in unserem Leben, hangeschöpftes Papier, 62 x 47 cm

Ausstellung:
Chava Pressburger – Impressionen in Papier

 

Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V.

Hinrichsenstraße 14
04105 Leipzig

23.05.2018 - 22.08.2018

Das Œuvre der Künstlerin Chava Pressburger ist stark mit ihrer von Gewalt und Krieg geprägten Lebensgeschichte verbunden, so etwa auch mit dem Verlust ihres in Auschwitz ermordeten Bruders Petr Ginz. Als Überlebende der Shoah emigrierte sie 1948 von Prag nach Israel, wo sie sich als eine international anerkannte Künstlerin etablierte.

 

Eine zentrale Rolle im Werk der Künstlerin spielen die im Ariowitsch-Haus gezeigten handgeschöpften Papierarbeiten. Der künstlerische Prozess dieser Arbeiten beginnt mit dem Sammeln geeigneter Pflanzen, die später gereinigt, gekocht und in einzelne Fasern zerrieben werden. Den daraus entstandenen Papierbrei formt Pressburger zu einem Bildträger ihrer Gedanken.

Während dieses Arbeitsablaufs findet die Künstlerin eine Möglichkeit, sich mit ihren schmerzhaften Erinnerungen an den Holocaust auseinanderzusetzen. Zudem versucht Chava Pressburger Empfindungen künstlerisch umzusetzen, die nicht mit Worten zu beschreiben sind, wie beispielsweise das menschliche Leid und der Hass, mit denen wir in Zeiten des Terrors heute erneut konfrontiert werden.

Finissage:
Chava Pressburger – Impressionen in Papier
The Last Flight of Petr Ginz
 

Filmvorführung anlässlich der Ausstellung: 
Chava Pressburger – 
Impressionen in Papier

 

Begrüßung: Anja Lippe

Einführung: Dr. Ilka Wonschik

 

Kultur- und Begegnungszentrum

Ariowitsch-Haus e.V.

Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig

19.08.2018 – 17:00 Uhr

Filmcover

Vernissage:
Chava Pressburger – Impressionen in Papier
Begrüßung:   Küf Kaufmann
Einführung:  Dr. Ilka Wonschik
Musik:       Svetlana Kapitanova am Flügel und
             Svetlana Yudelevych an der Geige

 

Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V.

Hinrichsenstraße 14
04105 Leipzig

23.05.2018 - 19:00 Uhr

Chava Pressburger, Ohne Titel,
handgeschöpftes Papier, 61 x 46 cm

Veranstaltung:
STURM-Frauen

 

Haus der FrauenGeschichte 
Wolfstr. 41 

5311 Bonn

Lichtbildervortrag: Hajo Jahn,Dr. Ilka Wonschik

06.05.2018 – 11:30 Uhr

Die STURM-Galerie in Berlin war Anfang des 20. Jahrhunderts Schauplatz der Avantgarde-Kunst Europas. Sie stellte auch Künstlerinnen aus, obwohl die offizielle Kulturpolitik Frauen keine Kreativität zutraute. Das Studium an Kunstakademien war ihnen weitgehend verwehrt. Dass Künstlerinnen aus Frankreich, Russland, Belgien oder Polen in der STURM-Galerie ausstellen konnten, lag vor allem an zwei Frauen: Else Lasker-Schüler, der malenden Dichterin, und der Schwedin Nell Walden. 

Hajo Jahn ist Vorsitzender und Gründer der Else Lasker-Schüler- Gesellschaft. Der Journalist war Radio- / TV- Moderator und bis zur Pensionierung WDR-Studioleiter in Wuppertal.

Ilka Wonschik ist Vorsitzende und Gründerin des Vereins Gedächtnisbilder e. V. – Gesellschaft zur Erinnerungskultur in der Kunst von Frauen. Seit 1993 ist sie für verschiedene Verlage tätig und arbeitet seit 2003 zudem als freiberufliche Autorin. 

Nell und Herwarth Walden 

Veranstaltung:
Eine Kindheit unter dem Stern:
Die Geschwister Eva und Petr Ginz


Kavárna Liberál

Heřmanova 6 
17000 Prag

20.02.2018 – 19:00 Uhr

Am 1. Februar wäre der neunzigste Geburtstag von Petr Ginz, einem künstlerisch sehr begabten Jungen aus tschechisch-jüdischer Familie. 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später als 16-jähriger in den Gaskammern von Auschwitz ermordet.

Seine Zeichnung "Mondlandschaft" ist zu einem Symbol für die Opfer des Holocaust geworden.

Peters Schwester Eva ( Chava Pressburger), wurde ebenfalls in Theresienstadt interniert und emigrierte 1948 nach Israel wo sie als anerkannte Künstlerin etablierte.  

Aus Peters Nachlass veröffentlichte die Künstlerin sein Tagebuch und den abenteu-erlichen Roman "Besuch aus der Vorzeit".

Im Rahmen der heutigen Veranstaltung – es ist der Vorabend von Chava Pressburgers 88. Geburtstag – wird das Schicksal der beiden Geschwister durch eigene Zitate und Texte und anderen Beiträgen, vorbereitet von Schülern des Gymnasiums Přírodní škola, nachgezeichnet. 

Ebenfalls anwesend an diesem Abend ist František Tichý, der Autor von "Der Prinz mit einem gelben Stern" und die Kunsthistorikerin Ilka Wonschik, die eine Monographie über die Künstlerin Chava Pressburger schrieb, die aktuell nun auch auf tschechisch im Verlag Trigon-Knihy erschienen ist, der auch den heutigen Abend organisiert. Freier Eintritt.

Chava Pressburger und ihre Familie, Prag 1937

Chava Pressburger, Beit Levitus,
handgeschöpftes Papier, 62 x 47 cm

Vortrag: 
Chava Pressburger –
An artist's life shaped by violence and war

Institut für Bildung und Kultur,
Jüdisches Museum, Prag

Referentin: Dr. Ilka Wonschik, Köln

19.02.2018 - 18:00 Uhr

Das Gesamtwerk der Künstlerin Chava Pressburger ist stark mit ihrer von Gewalt und Krieg geprägten Lebensgeschichte verbunden. So verlor sie etwa ihren Bruder Petr Ginz in Auschwitz.

Geboren 1930 in Prag, wuchs sie in einem Elternhaus auf, das von jüdischen wie auch christlichen Traditionen geprägt war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie im Mai 1944 nach Theresienstadt deportiert, wo sie 1945 die Befreiung erlebte. Im Jahre 1948 – infolge der kommunistischen Machtergreifung in Tschechien – emigrierte Pressburger nach Israel, wo sie sich als anerkannte Künstlerin etablierte.

In ihrem Vortrag zeigt die Referentin, dass sich die Künstlerin zeitlebens mit Hilfe der Kunst mit den Erlebnissen während des Holocausts auseinandersetzte. Chava Pressburger versucht mit ihrer Kunst das Unsagbare auszudrücken. Themen, die sie besonders beschäftigten, sind das menschliche Leid und der Hass, die uns in Zeiten des Terrors auch heute noch beschäftigen.